Eiche – ein Baum mit langer Geschichte.

Die Eiche gehört zur Familie die Buchengewächse und kann eine Wuchshöhe von 20 Metern erreichen. Bei den Kelten war die Eiche Totembaum, bei den Germanen der heilige Baum des Gottes Donar. Bei einem Gewitter darf man nicht unter einer Eiche stehen, da die Eiche wie kein anderer Baum Blitze anzieht. Judas, sagt man, hätte sich an einer Eiche aufgehängt. Zu Weihnachten verbrennt man einen Eichenklotz, dessen Asche die Felder fruchtbar macht. Das Holz, das am Karsamstag für das Osterfest verwendet wird, soll von der Eiche stammen. Eichenholz eines vom Blitz getroffenen Baumes haben zauberische Eigenschaften. Die Kuh, die zum Stier geführt wird, lässt man über ein Eichenscheit schreiten, dann bekommt sie ein Kuhkalb. Wenn der erste Zahn eines Kindes unter einer Eiche vergraben wird, erleichtert das den Durchbruch der übrigen Zähne. Das Regenwasser, das in einem alten Eichenstumpf stehengeblieben ist, hilft gegen Sommersprossen und Warzen. Ein strenger Winter steht bevor, wenn die Eiche ihr Laub lang behält und wenn die Eicheln tief in ihren Fruchtbechern stecken. Legt man das Ohr in der Christnacht an einen Eichenstumpf, so hört man die Engel singen.

Was kann man von der Eiche ernten?

Die leicht bitterlichen Wildfrüchte der Eichen sind geeignet für Getränke, Mehl und Kaffee, die Blätter für Gewürze und Mehl. Der Grundgeschmack ist zusammenziehend bis herb-nussig. Die Blätter und Schalen sind recht bitter. Sowohl die jungreifen, als auch die ausgereiften Samen der Eiche ergeben im September ein gutes Nussmus. Die jungen Frühjahrs-Blätter, mit noch weichen Blattstielen, lassen sich von März bis April ernten.

Wie wirkt die Eiche auf die Gesundheit?

Eichenrinde enthält bis zu 20% Gerbstoffe, Flavonoide und Triterpene. Sie wird arzneilich bei juckenden und entzündlichen Hauterkrankungen und zum Gurgeln verwendet. Die Anwendung erfolgt vorwiegend in Form von Waschungen oder Bädern. Diese sind auch bei Hämorrhoiden, Gebärmutterentzündung, übermäßigem Fußschweiß und zur Schlafförderung hilfreich. Die Gerbstoffe in der Rinde besitzen Eigenschaft, angegriffene Schleimhäute abzudichten und so vor weiteren Reizungen zu schützen. Sitzbäder und Spülungen sind bei Scheideninfektionen mit Ausfluss, bei Gebärmutterentzündung, bei Mastdarmfisteln und Hämorrhoiden ein gutes Mittel.

Eichenbad

Gegen Frostbeulen kocht man eine Hand voll Eichenrinde in 2 Liter Wasser circa 30 Minuten lang. Täglich vor dem Schlafengehen soll man die Hände oder Füße darin etwa 20 Minuten baden.

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